GAEA unterstützt EASA- und IATA-Initiative zur Minderung von GNSS-Interferenzen
Dortmund, 21. September 2025 – Die German Aircraft Expert Association (GAEA) begrüßt den von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der International Air Transport Association (IATA) veröffentlichten Maßnahmenplan zur Minderung von Risiken durch Interferenzen bei globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS).
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Vorfälle durch Jamming und Spoofing von GNSS-Signalen deutlich gestiegen – insbesondere in Osteuropa und im Nahen Osten, aber auch weltweit. Diese Störungen gefährden die sichere und effiziente Nutzung von GPS-gestützten Navigationssystemen in der Luftfahrt.
Die gemeinsam von EASA und IATA vorgestellten Ergebnisse einer Fachtagung in Köln zeigen vier zentrale Handlungsfelder auf:
- Erweitertes Reporting und Monitoring – Einführung standardisierter Meldewege, Codes und Verfahren zur Echtzeitüberwachung.
- Prävention und technische Gegenmaßnahmen – strengere Kontrollen von Störsendern sowie Entwicklung neuer technischer Lösungen wie portable Spoofing-Detektoren.
- Infrastruktur und Luftraummanagement – Erhalt eines Mindestnetzes klassischer Navigationshilfen und verbesserte Nutzung militärischer ATM-Kapazitäten.
- Koordination und Vorbereitung – Stärkung der zivil-militärischen Zusammenarbeit und Vorbereitung auf künftige Bedrohungen, auch im Bereich unbemannter Systeme.
GAEA setzt sich als unabhängiger Sachverständigenverband dafür ein, die Erkenntnisse und Empfehlungen aus dieser Initiative in der deutschen und europäischen Luftfahrtpraxis zu verankern. Dazu gehört die Unterstützung bei der Analyse von Vorfällen, die fachliche Bewertung technischer Gegenmaßnahmen sowie die Mitwirkung in interdisziplinären Arbeitsgruppen zu Safety- und Security-Themen.










